Bienen AG

Seit 2017 baut die Grundschule am Wall eine Schulimkerei auf. Zur Zeit befinden sich im Schulgarten zwei Bienenvölker, die in diesem Sommer fleißig Honig produziert haben. Wir haben das Glück, dass an unserem Standort viele Linden blühen, sodass die Grundschule am Wall eigenen Lindenblütenhonig produzieren kann.

Im Rahmen des Nachmittagsangebots können die Kinder der Bienen-AG in Zusammenarbeit mit dem erfahrenen Imker Manfred Hallwaß an den Völkern arbeiten. Dabei können sie ihm nicht nur über die Schulter schauen, sondern auch eigene Handgriffe anwenden. Sie lernen dabei, wie Bienen leben, wie Völker geführt werden und woher der Honig im Glas stammt.

 

Dank eines Schaukastens können aber auch alle anderen Kinder der Schule einen Blick auf das spannende Leben der Bienen im Bienenstock werfen, Arbeiterinnen und Drohnen unterscheiden lernen und die Königin des Volkes entdecken. Am direkten Beispiel können sie Waben, Pollen und Honigreserven der Bienen bestimmen.

 

Als Umweltschule verfolgt die Grundschule am Wall das Ziel, durch die Mitarbeit in der Schulimkerei die Faszination und Achtung der Schülerinnen und Schüler vor der Natur zu fördern, ihnen Verantwortung für die Pflege von Tieren zu übertragen und ihnen einen nachhaltigen Umgang mit der Natur beizubringen.

 

...ein Auszug aus dem Konzept der Schulimkerei...

 

Ziel der Schulimkerei
Als Umweltschule verfolgt die Grundschule am Wall das Ziel, durch die Mitarbeit in der Schulimkerei die Faszination und Achtung der Schülerinnen und Schüler vor der Natur zu fördern, ihnen Verantwortung für die Pflege von Tieren zu übertragen und ihnen einen nachhaltigen Umgang mit der Natur beizubringen.

 

Der Standort

Der Standort der Schulimkerei befindet sich im Schulgarten in der Nähe des Parkplatzes. Der Standort erfüllt folgende Kriterien:

o   Der Boden ist mit Waschbetonplatten ausgelegt und ebenerdig.

o   Um die Beuten herum ist ausreichend Platz zur Arbeit an den Bienen.

o   Die Beuten stehen auf Paletten und werden mit Spanngurten an ihnen befestigt (windsicher). Die Paletten führen zu einer rückenfreundlichen Höhe.

o   Perspektivisch wäre ein Unterstand ggf. mit festen Seitenteilen wünschenswert. Damit sind die Beuten fest und schwer zerstörbar aufgestellt.

o   Der Bienenstand ist umzäunt und durch ein Schloss nicht jedem zugänglich. Kinder können ihn nur in Begleitung eines Erwachsenen mit Schlüssel erreichen.

o   Am Lehrbienenstand wird ein Wassereimer im Boden eingelassen, der zur Löschung des Smokers dient.

 

 

Die Bienenvölker

 -     Die Schulimkerei arbeitet mit zwei Wirtschaftsvölkern und einem Ableger im Schaukasten.

 -     Es werden maximal vier Völker in der Schulimkerei bewirtschaftet, zwei werden empfohlen.

 -     Königinnen sind stets zu zeichnen und aus einer Zucht anzuschaffen (F0).

 -     Zucht: wabenstet und sanftmütig.

 -     Es werden nur Völker mit Gesundheitszeugnis angeschafft.

 -     Die Völker werden regelmäßig auf Krankheiten untersucht und gegen Varroabefall behandelt. Die Behandlung   
 erfolgt ohne die Beteiligung der Kinder.

 -     Eine Futterkranzprobe erfolgt jedes Jahr (Amerikanische Faulbrut ausschließen).

 -     Die Arbeit an den Bienen wird erst ab 15-20 Grad Celsius aufgenommen.

 -     Unter 12 Grad Celsius werden die Schulvölker nicht geöffnet und vor allem im Winter vor Erschütterungen 
 besonders geschützt.

 -     Zu jedem Bienenvolk wird regelmäßig eine Stockkarte geführt.

 -     Die Unterlagen der Völker werden im Lagerraum archiviert.

 

 

Konzeption des Unterrichts

 -    Die Schulimkerei findet im Nachmittagsangebot der Bienen AG statt.

 -    An ihr können maximal 8-10 Kinder teilnehmen (pro Volk vier Kinder).

 -    Lehrkräfte können mit ihren Klassen einen Besuch beim Bienenstand mit dem Zuständigen der Schulimkerei vereinbaren und gemeinsam planen.

 -    Die Arbeit am Bienenstand wird zur Zeit in einer einwöchigen 45-Minuten-Lehrstunde abgedeckt. Perspektivisch sind 90 Minuten-Einheiten anzustreben.

 -    Die Eltern der teilnehmenden Kinder sind verpflichtet, die Arbeit an lebenden Bienen für ihre Kinder schriftlich zu erlauben und Angaben bezüglich einer Allergie zu machen. Außerdem müssen sie eine Notfallnummer mitteilen unter der sie erreichbar sind. Zudem stimmen sie Erste-Hilfe-Maßnahmen wie dem Entfernen des Stechapperats durch die betreuende Person und dem Behandeln durch Erwärmen eines frischen Stichs zu. (Älterer Stich: Kühlung)

 -    Allergische Kinder sowie Kinder ohne Genehmigung der Eltern dürfen nicht an den Völkern arbeiten und sind in
Praxisphasen vom Imkern ausgeschlossen.

 -    Sollten sich nach einem Stich Symptome einer Allergie zeigen, ruft die betreuende Person sofort einen
Rettungswagen.

 -    Bei Praxisphasen sind daher immer zwei Erwachsene anwesend, damit ein gestochenes Kind sofort vom
Bienenstand entfernt und behandelt werden kann, die anderen Kinder aber beaufsichtigt bleiben.

 -    Die Kinder betreten den Lehrbienenstand nur mit folgender Kleidung:

o   Gummistiefel (Hose über den Stiefeln)

o   Lange Hosen (Im Sommer im Turnbeutel dabei haben)

o   Schleier (geschlossene Reißverschlüsse prüfen)

o   Imkerhandschuhe (über dem Schleier)

-     Da die Imkerei im Nachmittagsunterricht stattfindet, ist sie hauptsächlich praxis- und handlungsorientiert zu  
gestalten. Die Kinder erhalten keine vollständige Imkerausbildung, sondern erlangen Grundkenntnisse über die
Honigbiene und Arbeiten des Imkers.

 



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